IT für MVZ

IT-Betreuung für Ihr MVZ, über alle Standorte

Ein MVZ ist IT-seitig keine große Arztpraxis, sondern ein Mehrstandort-Betrieb mit Medizin-Auflagen. Wir betreuen beide Seiten, aus dem Systemhaus-Geschäft und aus der Praxis-IT.

Erreichbar Montag bis Freitag 09:00 bis 17:00 Uhr,040 20949767.

Warum MVZ-IT eigene Regeln hat

In einer Einzelpraxis steht die Technik in einem Haus und ist am Nachmittag erreichbar. In einem MVZ verteilt sie sich auf mehrere Adressen, und jede Entscheidung wirkt mehrfach. Ein Update, das an einem Standort Ärger macht, macht ihn an allen. Ein Ausfall der zentralen Umgebung stoppt nicht eine Sprechstunde, sondern jede.

Dazu kommt eine Besonderheit, die MVZ regelmäßig unterschätzen: Die Telematikinfrastruktur hängt an der Betriebsstätte, nicht am Träger. Jede Betriebsstättennummer braucht ihren eigenen Praxisausweis SMC-B, mit eigener Laufzeit und eigenem Verlängerungstermin. Bei drei Standorten sind das drei Termine, die niemand im Kalender hat, bis der erste abläuft.

Und schließlich die Organisation: Wer an zwei Standorten arbeitet, braucht an beiden Zugriff, aber nicht überall. Rechteverwaltung, die in einer Einzelpraxis Handarbeit sein darf, wird im MVZ zur Fehlerquelle.

Was wir für Ihr MVZ übernehmen

Alle Standorte, ein Mandat, ein Ansprechpartner.

Standortvernetzung

Gesicherte Kopplung der Standorte, dimensioniert auf die tatsächliche Last aus zentralem PVS und Bildgebung. Nicht die Verbindung an sich ist die Kunst, sondern dass sie im Sprechstundenbetrieb trägt.

Zentrale Server- und PVS-Umgebung

Eine Datenhaltung statt einer je Standort, mit Backup und getesteter Wiederherstellung. Welche Praxisverwaltungssysteme Mehrstandortbetrieb sauber abbilden, wissen wir aus der Betreuung.

Telematikinfrastruktur je Betriebsstätte

Eine SMC-B pro Betriebsstättennummer, dazu Konnektor oder TI-Gateway, KIM-Adressen und Kartenkalender. Wir führen die Laufzeiten nach, damit kein Standort unbemerkt aus der TI fällt.

Rechte über Rollen

Zugriffe werden über Rollen vergeben, nicht über Einzelberechtigungen. Ein Standortwechsel oder ein Austritt ist damit eine Änderung und keine Suchaktion durch alle Systeme.

IT-Sicherheit nach §390 SGB V

Die Anforderungen der KBV-Richtlinie gelten je Betriebsstätte. Wir setzen sie einheitlich um und dokumentieren sie prüffest, statt sie an jedem Standort neu zu erfinden.

Wachstum und Zukauf

Übernimmt Ihr MVZ eine Praxis, binden wir sie an: neue SMC-B, Konnektor-Reset, KIM-Adresse und Anschluss an Ihre bestehende Struktur.

Welche Praxisverwaltungssysteme wir betreuen, steht unter PVS-Betreuung, die Grundlagen zur Anbindung auf der Seite Telematikinfrastruktur.

Wie eine Übernahme der MVZ-Betreuung abläuft

Wir tauschen nichts aus, was funktioniert. Der erste Schritt ist immer eine Bestandsaufnahme.

Bestandsaufnahme je Standort

Geräte, Verträge, Laufzeiten, PVS-Stand und der Zustand der TI-Komponenten. Am Ende steht ein Bild, das oft zum ersten Mal alle Standorte nebeneinander zeigt.

Sofortmaßnahmen

Was akut Risiko trägt, also fehlende Backups, ablaufende Karten oder offene Sicherheitslücken, gehen wir zuerst an, unabhängig vom weiteren Fahrplan.

Vereinheitlichung

Gewachsene Unterschiede zwischen den Standorten ziehen wir schrittweise zusammen, in der Reihenfolge, die den Betrieb am wenigsten stört.

Laufender Betrieb

Monitoring, Updates, TI-Pflege und Helpdesk für alle Standorte, mit einem Ansprechpartner und einer Rufnummer.

Wenn Ihr MVZ eine Praxis übernimmt

Der Zukauf einer Praxis ist der häufigste Wachstumsweg und IT-seitig der anspruchsvollste Vorgang. Die übernommene Praxis bekommt eine neue Betriebsstättennummer, damit eine neue SMC-B, und der vorhandene Konnektor muss zurückgesetzt und neu registriert werden. Parallel läuft die Anbindung an Ihre bestehende Struktur.

Den vollständigen Ablauf mit Checkliste und Fristen haben wir hier beschrieben: Eigentümerwechsel der Arztpraxis. Wie eine TI-Anbindung im Einzelnen abläuft, steht im Beitrag zur TI-Anbindung.

Wer Sie betreut

Medical IT ist der Gesundheitsbereich der Netzleiter GmbH & Co. KG. Wir betreuen Einzelpraxen, Zahnarztpraxen, MVZ und Ausbildungsinstitute in Hamburg und der Metropolregion, herstellerunabhängig und unabhängig vom eingesetzten Praxisverwaltungssystem. Mehr dazu unter Expertise.

§390 SGB V

Von der KBV als IT-Dienstleister zertifiziert.

KoCoBox-Partner

Zertifiziert für den Konnektor, routinierte TI-Anbindung.

Seit 2010 am Markt

Rund 1.000 betreute Arbeitsplätze im Netzleiter-Verbund.

PVS-Erfahrung

DATA-AL, QUINCY, THEORG, Dampsoft, charly, EPIKUR und weitere.

Was das kostet

Der Praxis-Wartungsvertrag rechnet zum Festpreis pro Mitarbeiter und Monat ab, unabhängig davon, an wie vielen Standorten diese Mitarbeiter sitzen. Zentrale Server werden separat kalkuliert, weil sie eigenen Aufwand und eigene Sicherung brauchen. Wie sich das zusammensetzt, steht offen auf der Seite Was kostet die Zusammenarbeit.

Erstgespräch für Ihr MVZ

Sagen Sie uns, wie viele Standorte und Betriebsstätten Sie führen und welches Praxisverwaltungssystem im Einsatz ist. Wir sagen Ihnen, wo Ihre Struktur belastbar ist und wo sie Ihnen bei Wachstum im Weg steht. Montag bis Freitag 09:00 bis 17:00 Uhr unter 040 20949767. Der schnellste Einstieg ist der Praxis-IT-Check.

FAQ

Häufige Fragen zur IT im MVZ

Wer betreut die IT eines MVZ mit mehreren Standorten?

Wir übernehmen die Betreuung aller Standorte als ein Mandat, mit einem Ansprechpartner statt einem je Standort. Technisch heißt das eine gemeinsame Netzstruktur, eine zentrale Datenhaltung und ein einheitlicher Stand bei Updates und Sicherheit. Organisatorisch heißt es, dass Sie bei einer Störung nicht erst klären müssen, welcher Dienstleister zuständig ist.

Braucht jede MVZ-Betriebsstätte eine eigene SMC-B?

Ja. Der Praxisausweis SMC-B ist an die Betriebsstättennummer gebunden, und jede Betriebsstätte trägt eine eigene. Für ein MVZ mit drei Standorten bedeutet das drei Karten mit drei Laufzeiten und drei Verlängerungsterminen. Wir führen dazu einen Kartenkalender, weil eine abgelaufene Karte den betroffenen Standort sofort von der Telematikinfrastruktur trennt.

Kann ein MVZ ein gemeinsames Praxisverwaltungssystem über alle Standorte nutzen?

In der Regel ja, sofern das gewählte System Mehrstandortbetrieb unterstützt. Die Datenhaltung läuft dann zentral, die Standorte greifen über eine gesicherte Verbindung zu. Entscheidend ist weniger die Software als die Leitung dorthin, denn ein zentrales System ist nur so schnell wie die langsamste Standortanbindung.

Wie werden Zugriffsrechte in einem MVZ geregelt?

Über Rollen statt über Personen. Wer an mehreren Standorten arbeitet, braucht dort Zugriff, wer nur an einem arbeitet, nicht überall. Wir richten die Rechte so ein, dass sie beim Wechsel einer Person angepasst werden können, ohne dass jemand einzeln Berechtigungen nachpflegen muss. Das ist zugleich die Anforderung aus der IT-Sicherheitsrichtlinie nach §390 SGB V.

Was passiert, wenn ein Standort ausfällt?

Das hängt am Aufbau. Liegt alles zentral, trifft ein Ausfall der zentralen Umgebung alle Standorte gleichzeitig, deshalb sichern wir sie entsprechend ab. Fällt dagegen die Anbindung eines einzelnen Standorts aus, arbeiten die übrigen weiter. Welches Szenario wie wahrscheinlich und wie teuer ist, klären wir vor der Planung, nicht danach.

Wir übernehmen eine Praxis in unser MVZ. Was ist IT-seitig zu tun?

Die übernommene Praxis bekommt eine neue Betriebsstättennummer und damit eine neue SMC-B, der vorhandene Konnektor braucht einen Werksreset mit Neuregistrierung, und die KIM-Adresse muss neu aufgesetzt werden. Dazu kommt die Anbindung an Ihre bestehende Struktur. Der vollständige Ablauf steht in unserem Beitrag zum Eigentümerwechsel.