· Mehdi Aroui · Medical IT  · Lesedauer von ca. 3 Min.

Software für Ärzte im Überblick: PVS, EHR und Telemedizin

Welche Software braucht eine Arztpraxis wirklich? Medical IT erklärt PVS, elektronische Gesundheitsakten, Terminvergabe und Telemedizin und zeigt, warum DATA-AL für viele Praxen in Hamburg die richtige Wahl ist.

Welche Software braucht eine Arztpraxis wirklich? Medical IT erklärt PVS, elektronische Gesundheitsakten, Terminvergabe und Telemedizin und zeigt, warum DATA-AL für viele Praxen in Hamburg die richtige Wahl ist.

Software ist in der Arztpraxis kein Hilfsmittel, das man einmal kauft und vergisst. Sie trägt den Sprechstundenbetrieb, verbindet die Praxis mit der Telematikinfrastruktur und bestimmt, wie schnell Ihr Team zwischen Patientenkontakt und Dokumentation wechseln kann. Dieser Überblick beschreibt die vier Softwarekategorien, die für Praxen und MVZ relevant sind, und erklärt, worauf es bei der Auswahl ankommt.

Praxisverwaltungssoftware

Die Praxisverwaltungssoftware (PVS, international auch PMS) ist das Zentrum jeder Praxis-EDV. Patientenstammdaten, Terminkalender, Abrechnung nach GOÄ und EBM, klinische Dokumentation und die Anbindung an die Telematikinfrastruktur laufen hier zusammen. Fällt die PVS aus oder arbeitet sie zu langsam, steht der gesamte Praxisablauf.

Auf dem deutschen Markt sind unter anderem DATA-AL, TurboMed, Medistar, CGM M1 und Albis verbreitet. Die Systeme unterscheiden sich in Bedienkonzept, Zertifizierungsstand und der Tiefe ihrer TI-Schnittstellen. Das Hamburger IT-Systemhaus Netzleiter empfiehlt DATA-AL für einen stabilen Praxisbetrieb und begleitet Installation, Konfiguration und laufenden Support. Eine Übersicht zur PVS-Betreuung finden Sie auf unserer Seite Praxisverwaltungssoftware.

Elektronische Gesundheitsakten

Elektronische Gesundheitsakten (EHR, für Electronic Health Records) strukturieren Patientendaten so, dass sie einrichtungsübergreifend ausgetauscht werden können. Grundlage dafür ist in Deutschland die Telematikinfrastruktur. Die elektronische Gesundheitskarte 2.1 ist seit Januar 2015 im Einsatz und enthält Basis-Gesundheitsdaten, auf die behandelnde Ärzte zugreifen dürfen.

EHR-Funktionen sind in modernen PVS-Systemen weitgehend integriert. Für Praxen, die mehrere Einrichtungen oder Fachbereiche verbinden, lohnt ein gesonderter Blick auf die Austauschprotokolle und die TI-Zertifizierung der eingesetzten Lösung.

Terminvergabe und Patientenkommunikation

Terminvergabesoftware gibt es als eigenständige Lösung oder als integriertes Modul der PVS. Typische Funktionen umfassen Online-Buchung über Website oder App, Wartelisten, automatisierte Erinnerungs-SMS und -E-Mails, Kalenderintegration und Auslastungsstatistiken. Bekannte spezialisierte Anbieter sind Doctolib, Samedi und jameda. Viele PVS-Systeme decken diese Funktionen inzwischen direkt ab, sodass ein separates System nicht zwingend nötig ist.

Telemedizin und Videosprechstunde

Videosprechstunden ermöglichen Erstkontakt und Folgeberatung ohne Praxisbesuch. Das ist besonders für Patienten mit eingeschränkter Mobilität, chronischen Erkrankungen oder langen Anfahrten relevant. KIM (Kommunikation im Medizinwesen) über die Telematikinfrastruktur ist für bestimmte Anwendungsfälle wie die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) und Befundübermittlungen verpflichtend.

Krankenhaus-Informationssysteme für größere Einrichtungen

MVZ mit mehreren Abteilungen und Krankenhäuser setzen in der Regel auf ein Krankenhaus-Informationssystem (KIS). Ein KIS verbindet Diagnostik, Labordaten, Pflege, Abrechnung und ärztliche Dokumentation in einem zentralen System. Die Anforderungen an IT-Sicherheit und TI-Integration sind hier deutlich höher als in Einzelpraxen. Einen Einstieg in unser Leistungsspektrum für solche Einrichtungen bietet die Seite Praxis-Lösungen.

Beratung durch Medical IT

Wir begleiten Praxen und MVZ in Hamburg und der Metropolregion bei der Auswahl und Einführung von PVS-Systemen, bei der TI-Anbindung und bei ergänzenden Softwarelösungen. Welche Kombination für Ihre Praxis passt, klären wir im kostenlosen Erstgespräch. Alle Leistungen finden Sie auch auf unserer Übersichtsseite DATA-AL Praxisverwaltung.

Häufige Fragen

Was unterscheidet eine PVS von einer EHR? Die Praxisverwaltungssoftware steuert den Praxisalltag: Termine, Abrechnung, Dokumentation. Elektronische Gesundheitsakten konzentrieren sich auf die strukturierte Speicherung und den einrichtungsübergreifenden Austausch klinischer Daten. In modernen PVS-Systemen sind EHR-Funktionen oft integriert.

Warum empfiehlt Medical IT speziell DATA-AL? DATA-AL verfügt über eine stabile TI-Zertifizierung, deckt GOÄ- und EBM-Abrechnung ab und lässt sich gut in bestehende Praxisnetzwerke integrieren. Netzleiter betreut DATA-AL-Installationen seit Jahren und kennt häufige Konfigurationsprobleme und ihre Lösungen.

Kann ich meine bestehende PVS behalten? In den meisten Fällen ja. Wir dokumentieren zunächst Ihren aktuellen Stand, schließen Sicherheitslücken und führen den Betrieb mit Ihrem vorhandenen System fort. Ein Wechsel wird nur empfohlen, wenn das System nachweislich nicht mehr zertifizierungsfähig ist.

Brauche ich als kleine Einzelpraxis auch Telemedizin-Software? Das hängt von Ihrer Fachrichtung und Ihrem Patientenstamm ab. Für viele Allgemeinmediziner und Fachärzte mit chronisch kranken Patienten rechnet sich eine Videosprechstunden-Lösung. Wir beraten Sie, welche Funktionen für Ihre Praxisgröße sinnvoll sind.


Weiterlesen aus unserem Praxis-IT-Blog:

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